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Heil ist, was der Schein heilt.

Ein Gedicht zur Wirtschaftskrise
Gedicht von Folkmar Drechsel
22.07.2012 - Der Dichter Folkmar Drechsel interpretiert die Wirtschaftskrise in Form eines Gedichts.

Heil ist, was der Schein heilt.


Ach wie gut geht‘s doch den Banken,
fangen sie erst mal an zu kranken,
kommt Frau Merkel angerannt
und es wird ein Schirm gespannt.

Gerettet mit hängen und würgen,
denn das Volk muss dafür bürgen.
Spannend bleibt die Sache immer
und ich sag euch, es wird schlimmer.

Haben die ersten schon was bekommen,
weil sie sich vorher genug genommen,
sagen die andern: „Das kann ich auch“
und stopfen voll sich den fetten Bauch.

Nun machen alle richtig Miese,
damit sie läuft die Wirtschaftskrise
„Ob wir das packen?“, fragt Herr Meier,
kreisen ich seh den Pleitegeier.

Von dem Gedröhns hab ich Ohrensausen
und geb mein Geld aus, bevor sie‘s mausen.
Doch leider habe ich auch bald keins,
denn was Banken fressen war mal meins.

Die D-Mark wir zu Grabe trugen,
Euroland bricht aus seinen Fugen.
Hat man aufs falsche Pferd gesetzt?
Und gar das Grundgesetz verletzt?

Will retten man den Heilgenschein?
Was andres fällt mir nicht mehr ein.
Bleibt Europa noch lang vereint?
Scheinheilig ist es, wie mir scheint.

von Folkmar Drechsel, 21.07.2012.